Geschichte des Volkswagen Golf

Der Volkswagen Golf ist zu einem Bezugspunkt in der Welt der Heckklappe geworden, ein Design, das sich, wie der Porsche 911, im Laufe der Zeit unermesslich weiterentwickelt hat, ohne dabei den wesentlichen Charakter des Originals zu verlieren.

Benannt nach dem Golfstrom, dem Deutschen für Gulfstream, erschien der Mk1 Golf erstmals 1974, als das Heckklappengenre selbst noch in den Kinderschuhen steckte. Der Golf war wohl das Auto, das den Sektor in den riesigen Markt verwandelte, den er heute ist. Heute, 40 Jahre und über 30 Millionen Verkäufe später, sind wir beim Golf Mk7 angekommen und noch immer nehmen die Leute gerne Platz hinter dem VW Golf 7 Lenkrad und genießen das Fahrvergnügen dieses Volkswagens.

Entwicklung über Entwicklung

Entwickelt als Ersatz für den Käfer mit Frontmotor und Frontantrieb, wurden die klaren Linien des Golf von dem berühmten Designer Giorgetto Giugiaro geschrieben. Der Erfolg war so schnell, dass im Oktober 1976 bereits der millionste Golf vom Band lief.

Der Golf war ein ordentliches und effizientes Familienauto, aber dank der Bemühungen einer kleinen Gruppe begeisterter VW-Ingenieure wurde er auch zu einem echten Performance-Auto. Aus einem After-Hour-Projekt für einen „Sport Golf“ wurde der Golf GTI, der Ende der 1970er Jahre auf den Markt kam und den bis heute anhaltenden Boom der heißen Luken auslöste.

Das Design von Giugiaro wurde vom VW-eigenen Designteam für den längeren und breiteren Mk2 Golf, der 1983 eintraf, sympathisch aktualisiert. Es wurden 6,3 Millionen Einheiten verkauft, bevor der brandneue Mk3 Ende 1991 auf den Markt kam.

Sie erhielt 1992 die Auszeichnung European Car of the Year, nachdem der Mk2 Golf zuvor gegen den Peugeot 205 und den Fiat Uno verloren hatte. Der Plusher und teurere Mk4 erschien 1997 und setzte das Soft-Edge-Styling-Thema mit noch weicherer, runderer Formensprache fort. Der größere und schnellere Mk5 kam 2003 auf den Markt, der 2008 für den Mk6 subtil aktualisiert wurde.

Verschiedene Modelle gleicher Komfort

Es gab auch Kombi- und Drop-Top-Versionen, wobei das Golf Cabriolet und sein markanter Korbgriff-Überrollbügel (entwickelt für das Mk6 Cabrio) ursprünglich von Karmann auf einer eigenen Linie gebaut wurden.

Unzählige Sondereditionen wurden veröffentlicht, darunter frühe, die zu den begehrtesten der Legion der Hardcore-Fans des Golfclubs gehören. Modelle wie die Mk2 Rallye, die den aufgeladenen VW-Motor G60 mit dem Allradantrieb Syncro und den aufgebockten Softroader Golf Country kombiniert, sind enorm sammelbar.

Auch spätere Modelle, wie die Mk4 20th Anniversary Edition und die spätere Edition 30 und Edition 35, verfügen über riesige Prämien, so dass die Anhänger des Golfes sie halten. In jüngster Zeit wird die Einführung des neuen Mk7 GTI und Golf R dafür sorgen, dass die Popularität von leistungsstarken Volkswagen weitergeht.

„Einer der Schlüssel zum Erfolg des Golf liegt in seiner Kontinuität“, sagt Walter de Silva, VW-Designchef. „Es gibt eine Handvoll Autos mit einem Design, das, wie das des Golf, im Laufe der Jahrzehnte verfeinert, optimiert und verbessert wurde und so zeitlos wurde.“